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Kabarett
22.05.2017

HAND IN HAND FÜR MEHR AKZEPTANZ

Toleranzwochen der Stiphtung Christoph Sonntag machen Station bei Porsche

Toleranz ist heutzutage ein ethischer Standard, sei es gegenüber anderen Kulturen, Religionen oder auch nur musikalischen Vorlieben. Aber wie wird Toleranz im Alltag gelebt? Hier setzen die Toleranzwochen der Stiphtung Christoph Sonntag an. „Toleranz ist etwas, das man lernen muss und auch sollte.“, erklärt der Kabarettist und Stiphtungsgründer Christoph Sonntag den Hintergrund. Wie das funktioniert, erfahren Schüler ab Klasse 9 bei den Toleranzwochen in Workshops: angefangen beim eigenen Sprachgebrauch über Zugehörigkeit und Ausgrenzung bis hin zu Zivilcourage. Die Schüler müssen in verschieden Rollen, z.B. einer syrischen Kriegswitwe die kaum Deutsch spricht, schlüpfen und verständigen. Dazu wird Toleranz durch Bewegungsangebote buchstäblich am eigenen Leib erfahren. Seit dem Start des Projekts 2015 haben sich mittlerweile 35 Schulen beteiligt. Diese Woche sind allerdings nicht Klassenräume Ort des Geschehens, sondern das Ausbildungszentrum von Porsche in Zuffenhausen. Der Automobilhersteller, in dessen Belegschaft 60 Nationen vertreten sind, unterstützt das Projekt  finanziell und nimmt nun selbst mit seinen „Joblingen“, einem Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit, teil.  „Unsere Kinder sind Aktien, die wir wertvoller machen müssen“, umreißt Uwe Hück, Betriebsratsvorsitzender und Aufsichtsratsvize, die Absicht dahinter – nicht zuletzt auch mit Blick auf den Fachkräftemangel. In puncto gegenseitiger Respekt gehe man dabei mit gutem Beispiel voran, betont Ausbildungsleiter Dieter Esser. Das sei auch Teil der Unternehmenskultur, wie Personalvorstand Andreas Haffner ergänzt: „Porsche steht seit jeher für Toleranz und Respekt.“  Es sei extrem wichtig, dass man sich mit diesen Themen beschäftigt. In der Stiphtung Christoph Sonntag habe man dafür einen hervorragenden Kooperationspartner gefunden.  Diese Lorbeeren wollen Sonntag und seine Stiphtung übrigens ganz und gar nicht für sich behalten, im Gegenteil: „Wir haben kein Problem damit, wenn andere Bundesländer, andere Automobilhersteller und andere Firmen jetzt neidisch auf uns werden und dieses Projekt kopieren, nur zu!“